Diese Veranstaltung ist nach AZWV anerkannt.
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Zielgruppe
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Kindertageseinrichtungen
Seminarbeschreibung
Die bewährte Qualifikation zur „Fachkraft Integrationspädagogik“ wurde weiterentwickelt und umbenannt. Entsprechend der „Rahmenvereinbarung Integrationsplatz“ in Hessen leisten die Kindertageseinrichtungen eine gemeinsame Erziehung aller Kinder, um dem Anspruch der Inklusiven Pädagogik zu entsprechen.
Inklusive Pädagogik bedeutet, der Ausgliederung von Kindern mit einer Behinderung von Anfang an entgegen zu wirken. Alle Kinder haben das gleiche Recht auf Teilhabe an dem wohnortnahen Miteinander, den Angeboten und Aktivitäten innerhalb der einzelnen Kindertageseinrichtungen. Die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen der Kindertageseinrichtungen stehen mit diesem konzeptionellen Anspruch vor hohen professionellen Anforderungen. Sie benötigen einerseits die pädagogische Kompetenz in der unmittelbaren Arbeit mit dem Kind. Darüber hinaus brauchen sie eine kooperative Kompetenz in der Arbeit mit dem Umfeld.
Eine wesentliche Grundlage für eine Inklusive Pädagogik besteht in der Bereitschaft und der Fähigkeit der Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen, sich persönlich mit ihren Einstellungen und Antworten zu Fragen des Menschenbildes, den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und ethischen Diskussionen auseinander zu setzen.
Die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der einzelnen Kinder müssen
gesehen und in ihrer Bedeutung für die Entwicklung dieser Kinder interpretiert werden.
In der Vorbereitung und Durchführung pädagogischer Angebote sind die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen mit einer hohen didaktischen und methodischen Kompetenz gefordert. Sie schaffen einen Rahmen, in dem die Interaktion mit den Kindern gefördert wird und vielfältige soziale Erfahrungen möglich sind.
Das didaktische und methodische Handeln ermöglicht jedem Kind, möglichst selbstbestimmt Erfahrungen zu sammeln, die für seine Entwicklung und seine Bildungsprozesse bedeutsam sind.
Durch eine partnerschaftliche Gestaltung der Kooperation mit den Eltern
und die Zusammenarbeit mit Vertretern/Vertreterinnen unterschiedlicher
Fachdisziplinen (Frühförderung, Ärzte, Therapeuten) entwickeln die Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen ein reflektiertes Verständnis ihrer beruflichen
Rolle.
Zur Bewältigung dieser umfangreichen Aufgabenstellung ist die Entwicklung
von zusätzlichem Fachwissen und erweiterten Handlungskompetenzen
erforderlich.
Ziele der Weiterbildung
- Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen der Ethik und des
Menschenbildes/Entwicklung einer persönlichen Position
- Erweiterung des Fachwissens in der Inklusiven Pädagogik, speziellen
Heilpädagogik, Psychologie und Rechtskunde sowie therapeutischer
Verfahren
- Erfahren und Erlernen von Methoden und Konzepten für die gemeinsame Erziehung und Bildung aller Kinder
- Ausbildung eines professionellen Rollenverständnisses
- Reflexion der bisherigen beruflichen Praxis
Die Vermittlung der Inhalte und die Erarbeitung der aufgezeigten Zielsetzungen orientiert sich an den beruflichen Erfahrungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen und ist in diesem Sinne praxisorientiert .
Die Arbeitsweise berücksichtigt, soweit als möglich, die Interessen und
Wünsche der Teilnehmenden und ist in diesem Sinne teilnehmerorientiert.
Unterschiedliche Methoden der beruflichen Erwachsenenbildung (z. B.
Diskussion in Kleingruppe und Plenum, Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Rollenspiel, Kurzreferat, Video-Feedback, Erfahrungsberichte) werden eingesetzt, um den Lernprozess der Gruppe und jeder/s einzelnen Teilnehmer/Teilnehmerin zu unterstützen. Der aktuelle Entwicklungsstand in der einschlägigen Fachliteratur sowie die als gesichert geltenden theoretischen und fachlichen Standards bilden für die Referenten/Referentinnen die Grundlage bei der Entwicklung der inhaltlichen Aussagen.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen:
Basisqualifikation "Inklusive Pädagogik",
2010-BA-051-1
Aufbauqualifikation zur Lebenshilfe "Fachkraft Inklusive Pädagogik" in Hessen,
2010-BA-051-2
Ihre Ansprechpartnerinnen
Margit Dörrhöfer / Doris Lepper
Tel.: 06421 / 94840-30
Fax: 06421 / 94940-11
info@lebenshilfe-hessen.de